Der tägliche Marathon

Bei gT-Consulting zu arbeiten ist nicht immer ein Honiglecken. Aber Wunden lecken sollen die anderen, wir machen die Arbeit. Und weil wir damit nicht ausgelastet sind, machen wir einen Wettlauf gegen die Zeit. Freiwillig.

Mittwoch, Mai 03, 2006

Der t�gliche Marathon

Der Grund



Es ist nicht der Ehrgeiz, der mich bei diesem Wetter auf die Straße schickt.
Zeiten sind zweitrangig.
Nicht die Befürchtung, am Sonntag in Wien konditionell einzugehen.
Für die neun Kilometer reicht eine akzeptable Grundkondition.
Schon gar nicht das pure Vergnügen am Laufen.
Alleine laufen find ich eher fad.

Es ist die reine Vernunft.
Und die Erinnerung.
Die Erinnerung an Schmerzen.
Große Schmerzen.

Wien, 2004. Staffel laufen ist lustig. Aber wer braucht schon trainieren. Sind ja eh nur 10 Kilometer.
Nach fünf Kilometern meldet sich das rechte Knie. Ein paar hundert Meter weiter das linke. Bei Kilometer 7 wird das Stechen in beiden Knien schon langsam lästig. Ich schaffe es bis zur Übergabe, bin aber heilfroh, dass es jetzt vorbei ist. Falsch gedacht, denn jetzt gingen die Schmerzen erst richtig los...

An diesem Tag habe ich gemerkt, dass ich alt werde.
Mit dem Alter kommt ja die Vernunft, und die hat mich am Sonntag - bei Regenwetter - auf die Straße geschickt. Und schon wieder hör ich sie rufen.